Zahnarztpraxis Ernestine Fink im Gaswerk Halle Dölau
Zahnarztpraxis Ernestine Fink, Halle Dölau

Endodontie – die Behandlung der Entzündung einer Wurzelspitze

Als Folge einer tiefen Karies oder ausgelöst durch ein traumatisches Ereignis kann sich der Zahnnerv entzünden, er stirbt ab, der Zahn wird nicht mehr mit Blut versorgt. Die körpereigene Immunabwehr ist dadurch gestört, sodass Bakterien entlang der Wurzelkanäle in den umgebenden Knochen eindringen können. Es folgt eine Entzündung an der Wurzelspitze.

Derartige Entzündungen können sehr schmerzhaft, aber auch vollkommen unbemerkt ablaufen.

In beiden Fällen muss eine Wurzelbehandlung an dem betreffenden Zahn durchgeführt werden. Der entzündete Nerv wird entfernt, da er sonst zu weiteren Entzündungen im Kiefer und im ganzen Organismus führen könnte, wie beispielsweise einer Blutvergiftung.

Ist eine Wurzelbehandlung schmerzhaft?

Wurzelbehandlungen werden generell nur unter lokaler Betäubung durchgeführt. Sie sind daher in der Regel meist schmerzlos.
Trotz Betäubung können in seltenen Fällen für eine kurze Zeit Schmerzen auftreten.

Was wird bei einer Wurzelbehandlung gemacht?

Nach erfolgreicher Betäubung des Zahns wird die Karies entfernt und ein Zugang zum Wurzelkanal geschaffen, die Wurzelkanäle gesucht und das entzündete Gewebe mit speziellen Instrumenten entfernt. Im Anschluss wird mit Hilfe von desinfizierenden Spüllösungen eine Bakterienfreiheit geschaffen.

In einigen Fällen ist eine weitere desinfizierende Einlage entsprechender Medikamente in den Zahn für einige Tage notwendig. Der Zahn kann sich daraufhin beruhigen.

Die Behandlung ist jedoch noch nicht abgeschlossen.

Hierfür ist eine dichte Einlage spezieller Wurzelfüllstifte in die Wurzelkanäle nötig. Guttapercha, ein Naturkautschuk ist aufgrund langjähriger Erfahrungswerte das Material der Wahl.
Nach erfolgreicher Behandlung und bestehender Beschwerdefreiheit wird der Zugang zum Wurzelkanal bakteriendicht verschlossen, in der Regel mit einer Krone oder Teilkrone.

Wird kein dichter Abschluss der Wurzelkanäle geschaffen, ist eine erneute Reinfektion verbunden mit Schmerzen die Folge.
Langfristig sollte der Erfolg der Wurzelbehandlung in regelmäßigen Abständen mit einer Röntgenaufnahme und einer kurzen Kontrolluntersuchung überprüft werden.

Wie sind die Erfolgsaussichten?

Eine Wurzelbehandlung erfordert ein hohes Maß an Präzision, Erfahrung und Mithilfe seitens des Patienten. Durch die Anwendung moderner Technologien liegen die Erfolgsaussichten bei 75%-90%.

Bei aller Sorgfalt stellt eine solche Behandlung dennoch keine 100%ige Garantie für den Zahnerhalt dar!

Werden die Kosten für moderne Wurzelbehandlungsmethoden von der Krankenkasse übernommen?

Gesetzliche Krankenkassen honorieren eine Wurzelbehandlung nach dem Prinzip: „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“. Dies beinhaltet jedoch, dass lediglich das Notwendigste übernommen wird. Um einen langfristigen Zahnerhalt zu ermöglichen reicht eine solche Behandlung leider nicht immer aus.

Durch Anwendung moderner, fortschrittlicher Therapien können Wurzelbehandlungen schneller und meist mit größerem Erfolg durchgeführt werden. Dadurch steigen die Chancen, dass ein wurzelbehandelter Zahn länger erhalten werden kann.

Solche zusätzlichen Maßnahmen können gesetzlich versicherte Patienten auf Wunsch in Anspruch nehmen.

Private Krankenkasse tragen diese Mehrkosten in den meisten Fällen.

Welche kostengünstigen Alternativen zu einer Wurzelbehandlung gibt es außerdem?

Die Entfernung (Extraktion) des erkrankten Zahns stellt die einzige Alternative zu einer Wurzelbehandlung dar. Nach einer entsprechenden Heilungszeit wird der fehlende Zahn durch ein Implantat oder eine Brücke ersetzt.
Es gilt jedoch zu bedenken, dass die entstehenden Kosten ein Mehrfaches der Zuzahlung für eine moderne Wurzelbehandlung betragen.

Ein wurzelgefüllter und überkronter Zahn besitzt gute Aussichten, langfristig erhalten zu bleiben und ist einem Implantat oder einer Brücke in jedem Fall vorzuziehen.

Was ist eigentlich Kofferdamm?

Nach heutigem wissenschaftlichem Standard ist eine Wurzelbehandlung wann immer möglich unter Anwendung von Kofferdamm durchzuführen.
Während der Behandlung isoliert das Kofferdamm-gummi isoliert den betroffenen Zahn vom umgebenden Mundhöhlenmilieu und verhindert eine Reinfektion durch Bakterien aus Speichel und Blut der Mundhöhle. Dadurch wird die Prognose der Wurzelbehandlung erheblich verbessert.
Neben der absoluten Trockenlegung wird so ein versehentliches Einatmen oder Verschlucken von Instrumenten oder Spülflüssigkeiten verhindert.

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